Bücherwahn

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The Time Before The Release, Teil 2

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Vor knapp zwei Monaten starteten wir mit unserer Berichterstattung über den angehenden Autor, Stephan R. Bellem. Nun präsentieren wir Ihnen mit Freuden die Fortsetzung der Serie, welche sich mit der eigentlichen Arbeit des Autors und dem Versuch einen Verlag zu finden auseinander setzt. Enige Ideen sind tatsächlich schon über 10 Jahre alt.

Stephan R. Bellem war gerade einmal 13 Jahre alt, als er sich an seinem ersten Roman versuchte. Doch dieser Traum war schon nach kurzer Zeit wieder begraben - unter anderem auch, weil er mit 13 Jahren noch andere Interessen hatte, als das Schreiben.
5 Jahre später versuchte er es erneut, und diesmal war ihm mehr Erfolg beschieden.

"Meiner Gruppe gefiel DSA nicht mehr so wirklich und so wollte ich mich an einem eigenen Regelwerk versuchen", so Bellem. Doch nach dem Abitur trennten sich die Wege der Spieler und der Traum vom eigenen Rollenspiel war geplatzt. "Ich stand also da, mit einem Regelwerk, das ausser einer Landkarte nichts enthielt." Doch Bellem machte weiter. In seinem Kopf war bereits beim erstellen der Landkarte eine Kampagne herangereift, die er nun langsam begann, in eine Geschichte umzusetzen. Voller Enthusiasmus begann Bellem damit, seine Kampagne niederzuschreiben.
"Als ich beim Schreiben die wenigen Texte aus dem Regelwerk heranzog, musste ich lachen. Es gab kaum Inhalt und alles war in schönster Schnörkelschrift geschrieben."
Doch schon nach kurzer Zeit verselbständigte sich die Geschichte und hatte schon bald nichts mehr mit der Kampagne aus den Anfängen zu tun.

Der erste Band entstand eher intuitiv

Den ersten Band seiner Trilogie entstand ohne grosse Planung. Bellem hatte sich einige Charaktere ausgedacht, um die er während des Schreibens, die Geschichte aufbaute.
"Das meiste war intuitiv", erinnert sich Bellem.
Ab einem gewissen Punkt der Geschichte keimte in Bellem dann die Idee über eine Fortsetzung. Mit Band zwei und drei hatte sich der Autor dann auch erstmals mit dem Thema Plot auseinander gesetzt. Der zweite und dritte Teil wurden vom Autor genau geplant. "Natürlich habe ich dabei auch ab und zu meine Intuition nachgegeben."
Doch bevor Bellem seine Werke vollenden konnte, wollte erst ein Verlag gefunden werden.

Zuerst wollte er einen Comic daraus machen


Bellem bot sein Manuskript den beiden Verlagen Blanvalet und Heyne an. Eine Absage folgte schon bald von beiden Verlagen. "Die Briefe waren dieselben", so Bellem mit einem Augenzwinkern.
"Ich habe damals den Fehler gemacht, welcher vielen Jungautoren passiert. Ich hatte die Texte gerade fertig und die Geschichte den Verlagen wie sauer Bier angeboten, ohne gut vorbereitet gewesen zu sein", so Bellem weiter.
Nach den beiden Absagen hatte sich Bellem sogar überlegt, seine Geschichten als Comic zu veröffentlichen, verwarf diesen Gedanken allerdings rasch wieder.
Stattdessen machte er sich daran, sein Werk weiter auszubauen und zu verbessern, was auch nötig war, denn bisher hatte er noch nicht einmal die Tippfehler im Text korrigiert.
Es sollte noch zwei weitere Jahre dauern, bis Stephan R. Bellem auf den Otherworld Verlag aufmerksam wurde.

"Schreiben ist ein Drang, den ich nicht unterdrücken kann"

Stephan R. Bellem hatte seinen ersten Teil nach eigener Aussage 2004 fertig gestellt. Doch nach den beiden Absagen von Blanvalet und Heyne, konzentrierte sich Bellem erst einmal auf seine Ausbildung. Auch zweifelte Bellem eine Zeit lang an seinem Können als Schreiberling. "Doch dann hat es mich wieder gepackt." 2005 kramte er seinen Roman wieder aus der Schublade hervor und überarbeitete ihn komplett, änderte gesamte Szenen und korrigierte die Tippfehler.
Dann, vor einem Jahr, stolperte Bellem über eine Newsmeldung. "Ein gewisser Otherworld Verlag suchte Autoren für sein neues Programm."

Am Ende der Suche

Stephan R. Bellem hatte sich während der Arbeit an seinem Roman auch vermehrt mit dem Berufsfeld von Autoren und Verlagen auseinandergesetzt und schickte eine erste Mail an den Otherworld Verlag. "Meine erste Frage war, ob Otherworld ein Druckkostenzuschussverlag sei, also auch wieder ein wenig Hals über Kopf."
Doch der Verlagsleiter Michael Krug, den Bellem als sehr geduldig beschrieb, teilte ihm mit, dass dem nicht so sei. "So schickte ich eine Leseprobe und eine Zusammenfassung der ersten zwei Bände ein."  Schon bald darauf kam die Zusage und Bellem konnte seinen ersten Vertrag als professioneller Schriftsteller unterzeichnen. "Es war atemberaubend. Ich glaube, ich bin 10 Minuten lang auf und ab gehüpft."


Wie das Umfeld von Stephan R. Bellem auf seinen Erfolg reagierte und was für Erwartungen der Autor hat, erfahren Sie im nächsten Bericht.